Warum fotografiere ich Hochzeiten?

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Als ich mit meiner Selbstständigkeit begonnen habe, war ich noch Mitten in meinem Fotodesign Studium in München.

Bei eine Spaziergang durch Übersee sahen mein Mann (damals noch Freund, seit ganzen 14 Monaten) und ich, dass ein wunderschöner, heller Laden mitten im Ort frei war. Wir schauten durch die Fenster und sahen einen tollen Holzboden und richtig viel Platz.

Ich war wahnsinnig unsicher, denn ich studierte immerhin noch und hatte (bis auf einige Assistenzen bei Fotografen in München) wirklich wenig Erfahrung. Definitiv wollte ich es mir noch durch den Kopf gehen lassen. Andererseits war mir klar, dass ein so schöner Laden nicht lange leer stehen würde.

Ein paar Tage darauf kam ich gerade von einer Vorlesung aus München zurück, als mein Mann mich mit den Worten empfing „Ich habe dir heute ein Studio gemietet“. Ganz so war es nicht, aber er hatte kurzerhand in Erfahrung gebracht, wer die Vermieter meines Traumstudios waren, sich mit ihnen unterhalten und sich für mich informiert.

Ein paar Wochen später war es dann tatsächlich mein erstes eigenes Fotostudio. Meine Selbstständigkeit. Meine Zukunft.

Und die wollte mit Leben gefüllt werden.

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Als völlig unerfahrene 21 Jährige begann ich damit, ein Fotostudio so aufzubauen, wie ich es kannte. Fotografierte Portraits, Geburtstage, Taufen, Babys, Businessportraits, Beautyportraits, Paare, Akt, Produkte, Imagefotos, und ja, auch Pass- und Bewerbungsfotos.

Zwei Jahre lang arbeitete ich von Montag bis Samstag, zu festen Öffnungszeiten und zusätzlich nach Vereinbarung und fotografierte alles, was man von mir verlangte. Und, oh Mann, war ich erschöpft.

Es war klar, dass sich etwas ändern muss und so besuchte ich Workshops, bildete mich weiter und immer mehr wurde mir klar, dass Hochzeiten mir am meisten Spaß machen. Es dauerte aber noch fast zwei weitere Jahre, bis ich mich ganz auf Hochzeiten und Neugeborenenfotografie spezialisierte und mich endlich von all den fotografischen Bereichen befreite, die mir einfach nicht am Herzen liegen.

Immer wieder stelle ich mir die Frage, warum ich eigentlich Hochzeiten fotografiere. Imagefotografie wäre ja auch möglich. Man arbeitet nur von Montag bis Freitag. Es erfordert vielleicht weniger Herzblut und sicher weniger Zeit.

Hochzeitsfotograf Rosenheim

Aber nichts macht mir mehr Freude, als meine Brautpaare zu begleiten. Und mit begleiten meine ich nicht nur den Hochzeitstag. Ich helfe meinen Brautpaaren von dem Moment an, wenn ich ihre Anfrage in meinem Postfach finde. Habe ich selbst keine Zeit, empfehle ich eine/n meiner lieben Kollegen/innen. Habe ich Zeit, freue ich mich erst einmal ein bisschen und versuche dann herauszufinden, wie ich dem Brautpaar weiterhelfen kann. Mit Empfehlungen für Make-up Artists, Sänger, Floristen oder Locations? Oder brauchen sie jemanden der ihnen versichert, dass sie ihre Hochzeit so feiern dürfen, wie sie es sich wünschen.? Auch ohne die Tante, die sie seit 10 Jahren nicht gesehen haben, oder ohne Spiele am Abend, wenn sie das nicht möchten.

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Am Hochzeitstag bin ich immer da, wo ich gebraucht werde. Ich halte all die wunderbaren Augenblicke fest, die die großen Momente umrahmen und den Tag so einzigartig machen. Ich helfe aber auch beim Hochbinden der Schleppe. Nähe Knöpfe fest. Zünde Kerzen an. Rücke Stühle zurecht. Oder lackiere kleinen aufgeregten Blumenmädchen die Fingernägel.

Hochzeitsfotograf Rosenheim

Genau deshalb liebe ich Hochzeiten. Ich liebe es, meinen Brautpaaren dabei zu helfen, den schönsten Tag ihres Lebens zu erleben. Immer und immer wieder. Ich liebe die Emotionen, die Momente die sich vor meiner Kamera entwickeln. Die Gesten voller Liebe und Gefühl. Die Schönheit und das Herzblut. Die kleinen Dramen und die Freude.

Hochzeitsfotograf Chiemsee

Deshalb fotografiere ich Hochzeiten. Ich liebe es, den Tag festzuhalten, an dem eure gemeinsame Zukunft beginnt. Für euch, für eure Kinder, für eure Enkel.